Aquarellpapier aufspannen

Aquarellpapier aufspannen

Manchmal hat man einzelne Bögen Aquarellpapier. Oder man hat Reste, mit denen man noch arbeiten möchte. Hier erfährst du, wie das mit dem Aquarellpapier aufspannen funktioniert. Du erfährst, wie das Aufspannen funktioniert und welches Material du dafür brauchst. Außerdem gibt es eine kleine Einführung, warum man das überhaupt macht und was im Material dabei passiert.

Aquarellpapier mit Aquarellklebeband auf Holzplatte aufspannen

Um Aquarellpapier aufzuspannen brauchst du folgende Materialien:

  • Schüssel mit Wasser
  • kleiner Schwamm
  • eine mindestens 1,5cm dicke Holzplatte aus dem Baumarkt
  • Aquarellklebeband
  • Aquarellpapier

Besorge dir alle Materialien und befolge die Vorbereitungen, die ich dir gleich sage. Danach müssen wir uns nämlich beeilen.

Schneide das Aquarellklebeband zu, sodass du 4 Streifen hast. Jeder Streifen gehört zu einer Kante deines Aquarellpapieres. Der Streifen muss immer etwas länger sein als die entsprechende Kante. Wenn dein Aquarellpapier 30cm lang ist, dann solltest du ca 35 bis 40cm lange Streifen haben.

Natürlich muss zum Aufspannen auch der Untergrund (die Holzplatte) entsprechend größer sein als dein Aquarellpapier.

Aquarellpapier aufspannen

Befeuchte mit dem feuchten Schwamm die Rückseite deines Aquarellpapiers. Arbeite dabei gleichmäßig und zügig. Die Rückseite erkennst du meist daran, dass sie etwas glatter ist, als die Front.

Dann legst du dein Aquarellpapier mit der feuchten Seite nach unten auf deine Holzplatte.

Jetzt befeuchtest du einen Aquarellklebeband-Streifen und drückst ihn fest auf die Kante deines Aquarellpapiers. Dabei muss der Klebestreifen halb auf dem Aquarellpapier, halb auf der Holzplatte liegen.

Danach gehst du genau so mit den anderen Klebestreifen vor.

Zum Schluss drückst du alles noch einmal an. Danach lässt du dein aufgespanntes Aquarellpapier trocknen. Wellen, die vermutlich im Aquarellpapier entstanden sind, werden nach dem Trocknen wieder verschwinden.

Muss Aquarell-Klebeband zum Aquarell aufspannen genutzt werden?

Nein, du kannst dein Aquarell auch mit Tapetenkleister aufspannen. Dazu gleich mehr.

Du kannst natürlich auch Malerkrepp nutzen, dafür musst du dann darauf achten, dass dein Untergrund trocken bleibt. Malerkrepp klebt nicht auf feuchten Oberflächen und würde dein Aquarellpapier vermutlich nicht fest genug halten.

Aquarell-Klebeband 4 cm x 200 m

  • stark haftend
  • säurefrei
  • braun
  • 40 mm breit
  • 200 m lang
  • Nassklebeband zum Aquarell aufspannen

Beim Aufspannen mit Aquarellklebeband geht immer ein Teil des Aquarellpapiers verloren. Das Aquarell-Klebeband verbindet sich unlöslich mit dem Aquarellpapier:

Aquarell-Klebeband entfernen

Ist dein Bild fertig und getrocknet, schneidest du mit einem Stahl-Lineal und einem scharfen Cutter-Messer die Kontur deines Aquarells vorsichtig ab.

Aquarellpapier mit Tapetenkleister auf Holzplatte aufspannen

Du kennst vielleicht die Fotos von Instagram und co, auf denen Aquarell-Küntler ihr Aquarellpapier mit Krepp-Band am Untergrund befestigen. Ich muss dir hier leider verraten, dass es sich dabei nicht nur um Krepp-Band handelt. Vielmehr ist das eine sehr fortgeschrittene Methode, um dein Aquarellpapier aufzuspannen.

Du brauchst dafür:

  • Aquarellpapier
  • Tapetenkleister für mittlere oder schwere Tapeten
  • Schüssel oder Glas für Tapetenkleister
  • großer Pinsel zum Einkleistern
  • feines Kreppband
  • (mindeetens) 1,5cm dicke Holzplatte (leicht raue Oberfläche, gestrichen/beschichtet, möglichst hell, z.B. meine 60×60 cm Küchenplatte*)
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Jetzt kannst du dein Aquarellpapier aufleimen.

Aquarellpapier aufleimen

Dazu richtest du den Tapetenkleister an. Hier musst du ggf. experimentieren, um die richtige Mischung für dein spezielles Aquarellpapier zu finden.

Tipp:
Teste deinen Tapetenkleister mit kleinen Stücken Aquarellpapier, um heraus zu finden, ob der Kleister fest genug wird.

Kleistere nun die Rückseite deines Aquarellpapiers gleichmäßig ein. Lasse eine kleine Ecke frei. An dieser Ecke kannst du später dein Aquarell wieder lösen.

Warte ein paar Minuten, damit sich dein Aquarellpapier weiten kann. Durch die Feuchtigkeit im Kleister, wird sich die Oberfläche mit Wasser voll saugen und dein Papier wird größer.

Dann legst du dein Aquarellpapier mit dem Kleister nach unten auf deine Holzplatte.
Gut fest drücken und gerade streichen.

Wenn das Papier getrocknet ist, kannst du mit feinem Krepp-Band die Kanten deines Aquarellpapiers fest kleben. Dadurch werden die Kanten geschützt und zusätzlich fixiert.

Tipp:
Du kannst deinen Tapetenkleister 1 Jahr oder länger lagern, wenn du ihn in luftdichten Gläsern aufhebst. So musst du nicht ständig neuen anmischen.

Aquarellpapier von der Holzplatte lösen

Ist dein Bild fertig und das Papier komplett getrocknet, kannst du das Kreppband vorsichtig lösen.

Anschließend nimmst du einen Cutter oder ein dünnes Falzbeil und hebst damit die Ecke des Papiers an, die du nicht festgeklebt hast. (Erinnere dich: Beim Einkleistern eine Ecke frei lassen!)

Dann ziehst du den Cutter vorsichtig an der Kante entlang. So löst du ganz langsam Zentimeter für Zentimeter dein Aquarellpapier von der Holzplatte.

Warum muss man ein Aquarell aufspannen?

Kommen Papiere mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung, dehnen sie sich aus. Sie nehmen die Feuchtigkeit auf und expandieren an der Oberfläche. Dadurch können sich bei leichteren Aquarellpapieren Wellen bilden. Hier erfährst du alles über Aquarellpapier.

Trocknet das Aquarellpapier dann wieder, behält es die unschönen Berge und Täler. Das Bild ist komplett verbogen und in sich verzogen.

Um das zu verhindern, kann man sein Aquarellpapier aufspannen.

Durch das Aufspannen zieht sich das Aquarellpapier immer wieder glatt. Du erhältst also später ein Bild, das plan auf dem Untergrund liegt. So kannst du es später auch gut einrahmen. Große Wellen im Aquarellpapier hinterlassen hässliche Schatten am Passepartout oder Bilderrahmen. In einem weiteren Beitrag habe ich erklärt, warum Aquarelle möglichst mit einem Passepartout eingerahmt werden sollten.

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