Keilrahmen
• Der große Ratgeber

Keilrahmen Ratgeber

Wenn du es liebst zu malen, dann ist der folgende Ratgeber genau das Richtige für dich, denn er setzt sich mit der Thematik „Keilrahmen“ auseinander. Die meisten kreativen Menschen unter uns sind schon häufig über dieses Wort gestolpert, doch wissen viele nicht genau worum es sich dabei handelt. Dieser Text macht es sich zur Aufgabe dir zu erklären, was ein Keilrahmen ist, wie er aufgebaut ist und verwendet wird und was du vor dem Kauf eines solchen alles beachten solltest.

Keilrahmen Test 2019

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100% Baumwolle 280g/m²
2x 50x70cm, 4x 30x40cm, 4x 24x30cm, 4x 13x18cm.
2-fach weiß vorgrundiert

Platz 2: Set aus flachen Leinwänden

Rolife Leinwände 12 Stück, 20cm x 25cm
Ideal für professionelle Künstler, Hobbymaler, Anfänger.Aus 100% reiner Baumwolle gefertigte leere Canvas-Paneele, die gut getrocknet sind und gut aushärten. Die Oberfläche der Leinwand ist sehr glatt, nimmt Farbe sehr gut an und ist leicht zu bemalen.

Platz 3: Perfekt für Miniaturen und Geschenke

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12 Sets Mini Staffelei mit Keilrahmen Leinwand
Keilrahmen 7x7cm, inkl. Mini-Staffelei für jeden Keilrahmen.

Das große FAQ / häufig gestellte Fragen und Antworten

Was sind Keilrahmen?

Ein Keilrahmen ist ein Spannrahmen für Materialien, wie zum Beispiel einer Leinwand. Sie sind in verschiedenen Größen, Formen und Materialien erhältlich. Meistens sind sie jedoch als einfache Holzrahmen zu kaufen, die mit einer Leinwand aus Baumwolle bespannt wurden. Bekannt sind sie hierzulande seit dem Spätmittelalter, als sie die antike Tafelmalerei abgelöst haben. Sie sind seither nicht mehr aus der Kunst wegzudenken und finden dort eine breite Verwendung.

Wofür verwende ich Keilrahmen?

Überwiegend werden Keilrahmen im künstlerischen Bereich verwendet. Entweder in der traditionellen Malerei und Zeichenkunst oder aber auch zum Erstellen moderner Collagen. Die Möglichkeiten scheinen hier beinahe grenzenlos zu sein und der Kreativität kann freien Lauf gelassen werden. Ein berühmtes Beispiel für eine Leinwand-Malerei, die auf einem Keilrahmen angefertigt wurde ist die Mona Lisa von Leonardo Da Vinci. Daneben finden die Keilrahmen auch noch in der Stickerei Verwendung. Dort dienen sie als Einspannhilfe für die zu bestickenden Stoffe.

Was ist die Klammerung?

Um die Leinwand dauerhaft auf den Keilrahmen spannen zu können benötigst du Klammern zum Fixieren. Natürlich gibt es in den allermeisten Geschäften bereits bespannte Keilrahmen, sodass du dich nicht unbedingt mit der Klammerung auseinandersetzen musst. Solltest du jedoch planen mit einem speziellen Untergrund zu arbeiten, dann kann es durchaus vorkommen, dass dieser nicht in einer fertig bespannten Variante zu kaufen ist.

Mit der Klammerung fixierst oder heftest du deine Malfläche an der hinteren Seite des Keilrahmens. Dabei empfiehlt es sich die Klammern parallel oder diagonal zu setzen, da du deine Leinwand so am stärksten spannen kannst ohne, dass störende Fältchen entstehen. Jedoch solltest du mit Bedacht fixieren, denn eine zu fest gespannte Leinwand kann, wenn sie mit schweren Farben bearbeitet wird, auch reißen.

Was ist die Leistenhöhe bei einem Keilrahmen?

Ein Keilrahmen besteht aus vier Leisten, die zusammengesteckt werden. An den Hinterseiten der Leisten wird wiederum das Gewebe, welches du bearbeiten willst, angeklammert. Die Leisten sorgen so für die nötige Stabilität. Die Leistenhöhe bestimmt die Tiefe deines Keilrahmens. Sie kann verschieden hoch und dick sein, je nachdem wie groß du deine Leinwand gestalten willst. Außerdem kann sie in den Ecken noch zusätzlich verstärkt werden durch ein Kreuz. Dieses gibt es wiederum auch in unterschiedlichen Ausführungen, wie zum Beispiel einem Einfach-, ein Doppel- oder einem Dreifachkreuz.

Ist ein Keilrahmen grundiert? Was ist das?

Eine Grundierung ist nicht direkt für den Keilrahmen nötig, sondern für das Leinengewebe, mit dem er bespannt wird. Bevor also mit dem eigentlichen Werk begonnen wird, wird die Basis oder auch Grundierung aufgetragen. Für den Künstler ist es sinnvoll diesen Schritt durchzuführen, da diese über die Farbwirkung entscheidet. Außerdem hat die sie Einfluss darauf, wie lange die Farben sich auf dem Material halten werden. Meistens besteht die Grundierung aus einer Mischung aus Titanweiß und Acrylbinder. Das genaue Mischverhältnis ist in den meisten Fällen 1:1. In einigen Fällen können bespannte Keilrahmen inklusive bereits grundiertem Gewebe auch erworben werden, doch für versierte Hobbykünstler ist es sinnvoll immer etwas Grundierung zur Hand zu haben.

Welche Materialien gibt es?

Der Keilrahmen selbst ist meistens aus Holz. Dieses ist am besten geeignet, da es ein organisches Material ist, das sich gut anpassen lässt. Ganz selten werden auch Rahmungen aus Kunststoff oder Metall für Leinwände verwendet.

Das Gewebe, mit dem der Keilrahmen zum Bearbeiten versehen wird, besteht entweder aus Baumwolle, Jute oder Papier. Solltest du jedoch eine Stickarbeit mit dem Keilrahmen durchführen wollen, so wirst du ihn mit einem Stoff bespannen. Auch dort ist Baumwolle sehr beliebt.

Kann man mit Aquarell auf Keilrahmen malen?

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Eine weiße, licht- und alterungsbeständige Grundierung für Aquarellarbeiten auf fettfreien Untergründen, wie z.B. Leinwand, Malpappe oder Holz.

Die einfache Antwort ist: ja, du kannst natürlich auch mit Aquarell arbeiten. Mit ein bisschen Übung wirst du von den Ergebnissen sogar begeistert sein. Wichtig ist nur, dass du vorher, mehrmals, eine spezielle Aquarellgrundierung aufträgst, damit du optimale Ergebnisse erzielen kannst. Diese sind beispielsweise im Künstlerbedarf erhältlich. In selteneren Fällen können auch malfertige Aquarell-Keilrahmen gekauft werden.

Wie verwendet man – Schmincke AQUA Grund, tranparent

Was ist mit der Rückseite des Keilrahmens?

Die Rückseite des Rahmens ist nicht zum Bemalen geeignet, denn sie ist für das Spannen und das Aufhängen des Kunstwerks von großer Bedeutung. Dabei gilt: die Stärke der Spannung hat Einfluss auf das gesamte Bild und die Leistentiefe bestimmt das optische Wirken an der Wand mit. Als Aufhänger eigenen sich Nägel, an denen die Leiste eingehackt wird, denn sie sind kostengünstig und leicht zu entfernen. Ein Nachtteil liegt lediglich darin, dass die, in der Wand entstandenen, Löcher schwer wegzubekommen sind.

Was muss ich bei der Aufbewahrung beachten?

Vielleicht hast du schon einige Bilder auf einem Keilrahmen gemalt und kannst sie leider nicht alle aufhängen oder verschenken. Nun fragst du dich bestimmt, wie du sie richtig aufbewahren sollst. Wichtig ist, dass die Kunstwerke geschützt werden. Am besten eignet sich hierfür ein Schutzmantel aus Styropor oder Pappe. Auf Kunststoffe solltest du verzichten, da diese für Wärme und Feuchtigkeit sorgen und damit die Gefahr eines Pilzbefalls entstehen lassen. Außerdem solltest du die Bilder (besonders bei Gemälden aus Öl) vor direkter Sonneneinstrahlung und zu hoher Luftfeuchtigkeit schützen. Viele Keller sind aufgrund der Feuchtigkeit leider nicht als Lagerplatz geeignet. Abstellräume oder Schränke ohne Fenster eignen sich hingegen sehr gut. Außerdem kannst du eigens für diesen Zweck gefertigte Truhen und Aufbewahrungsboxen kaufen. So kannst du selbst entscheiden, welche dieser Möglichkeiten für dich am besten geeignet ist.

Muss ich einen Keilrahmen vorbereiten?

Ja, der Keilrahmen muss so vorbereitet werden, dass du die Spannkeile in die Ecken der Einrahmung einfügst. Leichte Schläge mit dem Hammer erweisen sich dabei als am wirkungsvollsten. Diese dienen der Festlegung der Spannungsstärke, aber Vorsicht: Spann lieber behutsam und nicht zu fest. Ansonsten muss ein Keilrahmen nur in Bezug auf die Grundierung vorbereitet werden, außer du hast dich für die DIY-Bauweise entschieden. In diesem Fall wirst du den Rahmen von der Pike auf selbst bauen und ihn für dein Kunstwerk vorbereiten.

Wie kann ich meinen Keilrahmen transportieren?

Eine eindeutige Antwort kann ich dir darauf leider nicht geben, denn die Eignung einer Transportmethode hängt von mehreren Faktoren ab. Sollte es sich um einen kleinen Keilrahmen handeln, den du transportieren willst, so ist es bestimmt ausreichend ihn mit Pappe zu schützen und dann vorsichtig zu befördern. Wenn er jedoch groß oder von großem Wert ist, so empfiehlt es sich auf professionelle Transporttaschen zurückzugreifen. Diese sind sowohl in Fachgeschäften als auch online erhältlich. Ein Tipp ist auch nach gebrauchten Taschen Ausschau zu halten, um Kosten zu sparen.

Außerdem ist es ratsam den Keilrahmen mit dem Auto zu transportieren, denn so stellst du sicher, dass das Wetter wenig bis keinen Einfluss auf ihn nehmen kann und, dass er nicht etwa von Passanten aus Versehen beschädigt werden kann. Transportiere dein Werk niemals mit dem Fahrrad oder anderen Sportgeräten, auch wenn du denkst, dass es nicht weit oder schwer ist. Es wäre sehr schade selbst an der Beschädigung oder Zerstörung deiner künstlerischen Arbeit schuld zu sein!

Wie kann ich meinen Keilrahmen aufhängen / präsentieren / ausstellen?

Grundsätzlich hast du dabei verschieden Möglichkeiten. Du kannst den Keilrahmen mit Nägeln oder speziellen Clips aufhängen. Letztere haben den Vorteil, dass sie leichter zu lösen sind. Ihr Nachteil liegt jedoch in ihrem weniger guten Halt, weshalb sie für größere Keilrahmen weniger geeignet sind. Die Präsentation des Keilrahmens ist am schönsten, wenn du ihm genügend Platz einräumst, um seine Wirkung vollständig zu entfalten. Hänge deine Werke niemals zu eng nebeneinander auf, außer die Themen der Werke erfordern diese Vorgehensweise. Ein einfarbiger Hintergrund, also eine weiße Wand, lässt die Konzentration des Betrachters auf das Bild fokussiert bleiben. Bunte Hintergründe verwirren hingegen das Auge.

Das Ausstellen deiner Keilrahmen kann entweder von dir privat organisiert werden, indem du dein Vorhaben in deinem persönlichen Bereich umsetzt. So kannst du eine Vernissage durchaus auch mit Freunden und Bekannten bei dir zu Hause durchführen. Möchtest du ein bisschen professioneller wirken so hast du die Möglichkeit geeignete Räume zu mieten oder dich mit anderen Künstlern zu einer gemeinsamen Ausstellung zusammenzutun.

Entscheidungskriterien vor dem Kauf

Material

Vor dem Kauf deines Keilrahmens solltest du dir genau überlegen, wie du dein Material bearbeiten möchtest. Malst du lieber mit Gouache, Acryl, Aquarell oder doch mit Ölfarben? Jedes dieser Beispiele wirkt am besten mit einer anderen Gewebeart. Acryl und Baumwolle harmonieren dabei besonders gut. Beim Material ist außerdem noch zu bedenken, dass sowohl Jute als auch Papier und Baumwolle jeweils eine andere Oberflächenstruktur aufweisen. Oft ist es sinnvoll sich im Fachgeschäft vor Ort verschiedene Modelle zeigen zu lassen und dann erst eine Entscheidung zu treffen.

Grundierung & Leistenhöhe

Weiters solltest du dir alles, was du für die Grundierung benötigst besorgen und dir Gedanken über die Leistenhöhe machen, denn diese bestimmt die Tiefe deines Keilrahmens.

Festigkeit

Auch die Festigkeit der Spannung spielt eine große Rolle dabei, wie dein Bild später wirken wird, deshalb ist es wichtig genau nachzufragen, wenn es um das Thema Klammerung geht.

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