Brush Lettering lernen leicht gemacht • Deine Anleitung

brush lettering lernen leicht gemacht

Toll, dass du Brush Lettering lernen oder mehr erfahren möchtest. Aber fragst du dich vielleicht: Was ist dieses ominöse Brush Lettering denn überhaupt? Brushlettering (oft wird es auch zusammen geschrieben) ist das schöne Schreiben mit einer ganz bestimmten Sorte Stift. Diese Stifte haben eine ganz besondere Spitze. Die Spitze ist ultra elastisch und spitz zulaufend. Die Form entspricht der Idealform eines neuen Pinsels.

Grundlagen

Beim Brush Lettering werden tolle Schriften gemalt, die auffallen und wunderschön sind. Damit kannst du Geschenke oder Karten verschönern und es einfach zu jeder Gelegenheit einsetzen.

Unter Brush Lettering kannst du die moderne Art der Kalligraphie bzw. der Schönschrift verstehen. Diese Art des Schreibens ist nur mit den so genannten Brush Pens möglich. So wie z.B. englische Kalligraphie nur mit einer Spitzfeder möglich ist. Brush Lettering gehört in die Kategorie Handlettering und ist quasi eine kleine anfängerfreundliche Schwester davon. Die meisten beginnen mit Brush Lettering, ohne zu wissen, dass es so heißt.

Aber du weißt es ja jetzt besser. Denn Brush Lettering ist die Schönschrift mit einem Pinselstift oder einem Pinsel (zweiteres eher selten).

Eine gute Entscheidung für’s Leben

Das Tolle am Brush Lettering lernen ist, dass du dein ganzes Leben lang etwas davon hast. Einladungskarten, Dankeskarten, kleine Grüße oder Notizen, … einfach alles kann damit verschönert werden.

Ich erinnere mich gerne an einen alten (wirklich alten) Kollegen, den ich mal hatte. Wenn die obligatorische Weihnachtsfeier der Firma anstand, hat er 3 Tage lang eine Sonderaufgabe bekommen. Er durfte 3 Tage lang Namenskärtchen für die Gäste kalligrafieren. Und auf die Umschläge der Einladungskarten hat er mit seiner wunderschönen Kalligrafie die Adressen geschrieben.

Damals saß ich ihm gegenüber und habe ständig neidisch rüber geschaut, während beim Rest von uns im Büro der normale End-Jahres-Wahnsinn weiter ging.

Inzwischen fühle ich mich wie seine moderne kleine Enkelin, die die Tradition weiter führt. Aber eben nicht mit Spitzfeder und Tintenfass, sondern viel cooler mit einem Brush Pen.

Vielleicht war es auch dieses alljährige Erlebnis mit meinem Kollegen, das mich innerlich so tief von der Schönschrift fasziniert hat, dass ich inzwischen genau hier sitze und jetzt diese Zeilen für dich nieder schreibe.

Lettering für Anfänger

Wenn du noch gar nicht’s mit Lettering und den schönen Schriften am Hut hast, dann ist Brush Lettering tatsächlich dein idealer Einstieg. Brush Lettering ist verhältnismäßig einfach zu lernen. Du bekommst schnell die ersten tollen Ergebnisse.

Die Stifte sind mit der richtigen Anleitung leicht zu handhaben. Und es geht schnell. Verhältnismäßig. Kalligraphie und Hand-Lettering kann richtig, richtig lange dauern. Dann sitzt man mal ein paar Stunden vor dem Blatt um ein hübsches Wort zu haben. Beim Lettering mit dem Pinselstift hast du wirklich ganz schnelle Ergebnisse. Du schreibst zwar langsamer als beim normalen Schreiben mit dem Kuli, aber es geht wahnsinnig flott – Verglichen mit aufwändigem Handlettering.

Equipment

Ohne das richtige Material kommen wir nicht weit. Aber keine Angst, das wird jetzt gar nicht so wahnsinnig teuer. Es gibt viel teurere Hobbies als Brush Lettering lernen. Zum Beispiel ist Aquarell lernen um einiges teurer, um die ersten tollen Ergebnisse zu bekommen.

Es gibt etliche Stifte und Papiere, die zum Brush Lettern gut geeignet sind. Zum lernen sind die meisten aber eher ungeeignet. Das bedeutet nicht, dass irgendwer einem Beginner nicht zutrauen würde, das kostbare Material zu benutzen. Es liegt vielmehr daran, dass die „teuren Materialien“ sehr eigen sind. Sie sind oft sehr zickig, gehen schnell kaputt und verlangen eine super exakte Handhabung.

Verglichen mit dem Führerschein ist das so, als würde man nach der Fahrprüfung direkt in einen 400PS-Supersportwagen springen anstatt mit dem knuffigen Fiesta oder Golf erstmal zwei Jahre zu üben, bis man es wirklich kann.

Man könnte sonst quasi einfach die Augen schließen und bis fünf zählen, bis der Supersportwagen oder die teuren Pinselstifte kaputt sind. Und das wäre natürlich super traurig. Aber wir wollen ja Erfolgserlebnisse und uns an unseren Ergebnissen freuen!

Die richtigen Stifte zum Brush Lettering lernen

Zum Start brauchen wir natürlich einen Brush Pen (Pinselstift). Wenn du noch keinen hast, dann empfehle ich dir einen Stift mit sehr kleiner Spitze. Diese Spitzen sind nämlich aus einem anderen Material als die großen. Das Material macht sie sehr robust und stabil. Im Gegensatz zu ihren großen Geschwistern gehen sie so gut wie nie kaputt. Das ist gerade für den Anfang sehr gut.

Außerdem wirst du sie später immer weiter benutzen können. Sie eignen sich nämlich auch für rauere Papiere wie Büttenpapier oder Recycling-Umschläge.

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Das tolle an diesen Stiften mit der kleinen Spitze ist, dass sie auch von Linkshändern ohne Probleme genutzt werden können.

Das richtige Papier zum Brush Lettering lernen

Wie bei vielen anderen Handwerken ist es auch beim Brush Lettering so, dass wir als Anfänger andere Materialien bevorzugen sollten als später. Aber zum Glück haben wir hier wirklich günstige Möglichkeiten, an sehr gutes Material zu kommen.

Als Beginner empfehle ich dir Papier für BrushLettering, das sehr glatt und weich ist und deinen Stiften gut tut. Wenn du ein richtiger Profi bist, kannst du auch andere Papiere benutzen, ohne dass deine Stifte kaputt gehen. – Oder du bist dann schon so vernarrt ins Brush Lettering, dass es dir egal ist, wenn dein Brush Pen nach einem Spruch im Eimer ist.

Es mag jetzt vielleicht un-intuitiv erscheinen, aber das beste Papier zum Brush Lettering lernen ist das Laserdruckerpapier von Clairefontaine.

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100g/qm weißes Laserdruckerpapier. Perfekt geeignet für Übungen mit dem Pinselstift. Ideales Preis-Leistungs-Verhältnis, großes Gebinde, viele verschiedene Grammaturen erhältlich.

Es hat ein perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine Oberfläche, bei der wir denken könnten, es wäre genau für unsere Zwecke entworfen worden. Das ist natürlich reiner Zufall, aber den machen wir uns beim Brush Lettering lernen logischerweise gerne zunutze.

Nirgends sonst bekommt man geeignetes Papier in so großen Gebinden. Ich meine: 500 Blatt für etwa 10€… Explizites Lettering Papier kostet für 20 Blatt etwa so viel.

Jetzt sind wir für etwa 20€ voll ausgestattet und können loslegen.

Wenn du einen Leuchttisch oder einen Glastisch mit Lampe drunter hast, dann habe ich noch ein kleines Freebie für dich. In meiner Freebie-Bibliothek bekommst du ein kostenloses Punktraster zum Ausdrucken. Das kannst du dir unter das Papier legen und hast gleich eine punktkarierte Linierung, auf der du gleichmäßig und gerade üben kannst.

Brush Lettering lernen: Die Regeln

So, was macht das Brush Lettering denn jetzt eigentlich aus? Es ist der Unterschied zwischen dicken und dünnen Linien. Das macht ein Brushlettering so faszinierend und so schön. Es wirkt elegant und verspielt gleichzeitig. Diese Kombination hat einen unwiderstehlichen Charme. Es ist einfach nur schön, sich ein gutes Brush Lettering anzuschauen.

Obwohl wir gerade festgestellt haben, dass diese Unterschiede das Brushlettering so faszinierend und schön machen, kommt es doch darauf an, dass wir Gleichmäßigkeit erreichen.

Deine dünnen Striche sollten immer gleich dünn sein und deine dicken Striche sollten immer die gleiche Breite erreichen.

Erst so wird dein Brush Lettering richtig hübsch und das Lernen zum Spaß.

„Strich nach unten = dick aufdrücken. Strich nach oben = zart aufdrücken.“

Brush Lettering lernen Übungen

Gehen wir also gleich ans Eingemachte. Starten wir mit den ersten Übungen!

Ach übrigens: Keine Sorge! Diese Übungen macht man nicht nur als Anfänger. Auch später wirst du diese Übungen noch fast jeden Tag machen. Immer, wenn du eine kleine Pause vom Lettern gemacht hast oder einen neuen Stift in die Finger bekommst, machst du diese Übungen. Nur so kannst du den neuen BrushPen richtig kennen lernen und ein wenig damit üben. Denn sonst ist ziemlich sicher, dass du dein erstes Brush Lettering mit den neuen Pinselstift versaust. Das ist einfach ein Naturgesetz.

Diese Übungen sind also nichts, was später irrelevant werden wird.

Übung 1: Dicke und dünne Striche

Benötigte Zeit: 15 Minuten.

Jetzt geht es los. Wir beginnen mit dem Brush Lettering lernen. Und ich empfehle dir, diese Übung wirklich mindestens 15 Minuten lang zu machen. Stell dir dazu gerne einen Wecker oder schau dafür auf die Uhr. Es geht nicht darum, besonders schnell oder langsam zu sein. Du wirst merken, dass du innere Ruhe bekommst, wenn du weißt, dass du jetzt 15 Minuten lang nichts anderes machst. Dein Kopf fängt an zu meditieren und so kannst du viel schneller lernen. Das geht jetzt nämlich schon direkt in dein Muskelgedächtnis!

  1. Nimm dir ein A4 Blatt des Clairefontaine Papiers

    Lege das Papier vor dich. So wie du gerne schreibst. Viele schreiben ja schräg und das ist auch völlig in Ordnung. Wenn du möchtest, kannst du dir dein Blatt mit einem Streifen Washi Tape am Tisch befestigen.

  2. Dünne Linien von unten nach oben

    Stell dir auf dem weißen Papier die Reihe vor, in der du schreiben möchtest. Mit der Spitze deines BrushPen ziehst du eine schräge Linie „/“ von unten nach oben. Dabei drückst du fast gar nicht auf. Die Schräge ist auch nur ganz sachte. Zeichne mindestens 10 solcher Linien nebeneinander.
    Achte dabei darauf, dass die Linien die gleiche Neigung haben. Das erkennst du daran, dass die Abstände der Linien gleichmäßig sind.Brushlettering lernen Aufstriche

  3. Dicke Linien von oben nach unten

    Nach 10 dünnen Linien hast du schon ein erstes Raster gezeichnet. Das ist toll. Jetzt kannst du dich an den dicken Linien versuchen.
    Du setzt hier den Stift oben an deiner Reihe an und drückst auf, so gut es geht. Am Anfang traust du dich vielleicht noch nicht, aber das ist kein Problem. Nach den 15 Minuten wirst du wissen, was du deinem Stift abverlangen kannst. Du bekommst ein Gefühl für deinen Brush Pen.
    Jetzt ziehst du mit Druck auf dem Stift eine Linie von oben nach unten. Hier bleibst du auch wieder schräg. Du kannst dich an der Schräge deiner dünnen Linien orientieren.

    Zeichne auch hier wieder 10 Linien.Brushlettering lernen Abstriche

  4. der Wechsel

    Beim Brush Lettering wird ständig zwischen dicken und dünnen Linien gewechselt. Daher besteht der nächste Teil der Übung daraus, beide Abschnitte immer wieder im Wechsel zu zeichnen.

    Du zeichnest jetzt also immer kleine Häppchen:
    10 dünne Striche nach oben
    10 dicke Striche nach unten

    Das machst du so lange, bis die 15 Minuten rum sind.
    Es geht nicht darum, möglichst viele Striche zu malen. Vielmehr geht es darum exakte Striche mit gleichmäßiger Strichdicke und gleichmäßigen Abständen zu ziehen. Nach 15 Minuten solltest du nicht mehr als eine halbe Din A4 Seite voll haben, wenn du dir wirklich Mühe gibst und Zeit nimmst.

Du merkst, Brush Lettering lernen ist etwas, das viel Geduld und Ruhe benötigt. Du lernst die Stifte zu kontrollieren und bekommst einiges an Fingerspitzengefühl. Diese Übungen sind auch super gut geeignet, um chronischen Grobmotorikern ein bisschen Feingefühl zu vermitteln. Die oben empfohlenen Pinselstifte eignen sich hervorragend dafür, da sie fast unzerstörbar sind. Also keine Angst: Ran ans Werk!

Brush Lettering lernen

Jetzt schau dir dein Werk an. Sind die Striche mit der Zeit gleichmäßiger geworden? Ich wette auf das Lieblingsfutter meiner Katze, dass du nach 15 Minuten schon viel leichter zu geraden und ebenmäßigen Linien gekommen bist.

Übung 2: Zickzack

Nachdem wir uns jetzt mit den Grundlagen auseinander gesetzt haben, wird es einfacher. Jetzt wird es lustig! Wir zeichnen Zickzacklinien. Dabei verwenden wir natürlich das Wissen, das wir uns gerade angeeignet haben.

Die dünnen Linien gehen nach oben, die dicken Linien gehen nach unten.

Zickzack Übung

Rauf und runter. Damit füllen wir jetzt eine ganze Zeile. Natürlich können wir immer wieder Absetzen. Rauf – Pause – Runter – Pause -Rauf – Pause und so weiter.


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Übung 3: Oberer Wendestrich

Nach dem Zickzack folgen kleine Hügel. Auch hier erinnern wir uns an die erste Übung. Die Striche nach oben sind dünn, die Striche nach unten sind dick. Die Besonderheit hier ist aber, dass wir oben nicht einfach den Stift absetzen, sondern einen schönen Bogen zeichnen.

oberer Wendestrich
oberer Wendestrich

Die ersten Bögen sind vielleicht etwas holprig, aber mit der Zeit wird es besser. Ich werde nicht müde zu betonen: Brush Lettering lernen hat etwas mit Geduld zu tun.

Wir malen jetzt Bögen: Rauf – Rum – Runter – Absetzen.

mehrere obere Wendestriche nebeneinander
mehrere obere Wendestriche nebeneinander

Den nächsten Bogen malen wir dann direkt daran. Eine Zeile lang!

Übung 4: Unterer Wendestrich

Genau so geht es natürlich auch auf der unten Seite. Wir starten mit einer dicken Linie die nach unten geht. Dann malen wir den Bogen und lassen dabei so viel Druck vom Stift, wie es geht. Der Strich, der dann nach oben geht, wird wieder dünn.

unterer Wendestrich
unterer Wendestrich

Der Bogen bei den Wendestrichen ist die größte Herausforderung. Es wird eine Weile dauern, bis die Bögen richtig hübsch, elegant und gleichmäßig aussehen. Und mit jedem neuen Brush Pen wird es eine neue Herausforderung werden. Denn die Erscheinung der Bögen ändert sich ständig mit dem neuen Material. Da muss auch ich mich immer wieder neu einarbeiten.

Aber genug gefaselt. Auf geht es an die unteren Wendestriche!

Mehrere untere Wendestriche
Mehrere untere Wendestriche

Runter – Rum – Rauf – Absetzen. Und von Neuem! Eine Zeile lang.

Übung 5: Wellen-Strich

Nachdem wir nun den oberen und den unteren Wendestrich exzessiv geübt haben, folgt nun die logische Kombination.

Wir malen aus beidem zusammen eine gar endlose Welle. Wieder behalten wir im Hinterkopf: Nach oben geht es dünn und nach unten geht es dick.

Die Bögen werden immer schön langsam mit viel Fingerspitzengefühl gezogen. Und unser Augenmerk liegt hier darauf, möglichst einheitlich mit gleichen Abständen, Größen und einer gleichmäßigen Geschwindigkeit zu arbeiten. Natürlich kannst du zwischendurch absetzen und deine Hand verschieben.

Wellenstrich Übung

Absetzen kannst du am besten nach dem Übergang vom dicken Bogen zum dünnen Aufstrich. Die dünnen Aufstriche sind leichter wieder anzusetzen als die dicken Abstriche oder gar die Bögen.

Schau mal, ob deine Wellen mit der Zeit eher krakeliger oder ordentlicher werden. Das verrät einem viel über die spätere Arbeitsweise.

Übung 6: C-Bogen

Die nächste Aufgabe ist schon fast ein Buchstabe. Wir zeichnen jetzt zum ersten mal „gegen den Strich“. Jedenfalls wenn du ein Rechtshänder bist. Linkshänder arbeiten schon die ganze Zeit gegen den Strich.

Das bedeutet, du schiebst jetzt deinen Stift vorsichtig, anstatt ihn immer zu ziehen. Bei Bögen wie dem C ist das nötig. Hier beginnst du nämlich mit dem dünnen oberen Strich, der nach links rüber geht. Dann drückst du stark auf und gehst nach unten. Danach folgt dann wieder ein unterer Wendestrich.

C Bogen

Die Herausforderung liegt hier darin, gänzlich ohne Druck den Stift zu schieben. Bei unseren anfängerfreundlichen Mini-Brush Pens ist das noch einfach. Wir legen hier den Grundstein dafür, dass wir das auch irgendwann mit den großen, empfindlichen Stiften können.

Übung 7: Schlaufe

In der nächsten Übung malen wir fleißig Kringel. Was diese Kringel bewirken, ist wohl auf den ersten Blick klar. Wir brauchen sie unendlich oft beim Brush Lettering. Es sind kleine L oder kleine e, sie werden als Verzierungen eingesetzt und machen einfach alles schön.

mehrere Schlaufen nebeneinander
mehrere Schlaufen nebeneinander

Da wir den Stift hier wieder auf eine ganz eigene Art und Weise führen, gilt ihnen die letzte Übung des Grundlagen-Teils vom Brush Lettering lernen.

Hier führen wir den Stift in einer dünnen Linie nach oben und führen dann eine oben geführte Rückwärts-Wende aus. Nach der Wende auf dem Weg zurück nach unten erhöhen wir den Druck. Klingt komplizierter, als es ist.

Schlaufen

Das machen wir jetzt auch einmal eine Reihe lang.

Schöne Wendebögen

Die Wendebögen machen das Brushlettering zu einem sehr großen Teil aus. Diese sollen möglichst harmonisch und elegant werden. Damit das klappt, habe ich einen besonderen Tipp für dich:

Wenn du auf den Wendebogen zusteuerst, dann hebe schon vor der eigentlichen Wende den Stift ein wenig vom Papier ab. Während der Wende lässt du dann gänzlich los. Kommst du aus der Wende, berührt nur noch die Stift-Spitze das Papier.

Dadurch wird dein Wendebogen und damit dein Buchstabe schön elegant und gleichmäßig. Gerade bei der Arbeit mit einem Brush Pen macht man das so.

Bei einem Pinsel macht man das oft anders. Hier kommt es oft darauf an, tolle Aquarell-Effekte zu zeigen. Daher wird hier oft der Effekt von farbigen Verläufen in den Vordergrund gerückt. Wenn wir da natürlich die Fläche, die farbig ist, verringern, ist auch der Effekt nicht mehr so stark zu sehen.

Brush Lettering mit einem Pinsel und Aquarellfarben. © Julia Faßhauer

Das ist einer der großen Unterschiede zwischen Brush Lettering mit einem Pinsel und einem Brush Pen.

Brush Lettering Alphabet konstruieren

Mithilfe der Grundlagen-Striche, die wir bisher gelernt haben, können wir das ganze Alphabet konstruieren. Daher werden diese Basisstriche auch vor jeder Session einmal kurz geübt. So wird die schreibende Hand wieder warm und wir sind wieder im Fluss.

Um ein kleines a zu konstruieren, setzen wir einen kleinen c-Bogen und einen Abstrich mit unterem Wendebogen nebeneinander.

Probier es einmal aus. Achte dabei darauf, genug Platz zwischen c-Bogen und Abstrich zu lassen, damit dein a nicht zu gequetscht wird.

Kleines A mit Basisstrichen konstruieren
Kleines A mit Basisstrichen konstruieren

Auf diese Weise konstruieren wir das komplette Alphabet. Wenn es nicht direkt wie auf einer Werbetafel aussieht, dann mach dir darüber keine Gedanken. Das braucht alles Übung und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Einheitlichkeit

Um ein schönes Brush Lettering zu bekommen, ist es ganz wichtig, auf die folgenden drei Punkte zu achten:

  • Neigung
  • Höhe
  • Breite

Werden diese Punkte berücksichtigt, wird dein Lettering wunderschön und harmonisch. Natürlich kann man mit diesen Faktoren auch spielen, aber am einfachsten bekommst du ein erstes schönes Ergebnis, wenn du lernst, sehr einheitlich zu schreiben.

Gleichmäßig schreiben ist harmonischer.

Dann erhältst du mit deinem kleinen Brush Pen Ergebnisse, als hättest du sie mit einer Spitzfeder kalligraphiert. Das ist ein Resultat, das sich viele sehr gerne zu Nutze machen, um auf den unmöglichsten Untergründen tolle Schriften zu hinterlassen. Mit einer Spitzfeder ist es nämlich auch gar nicht so einfach, schöne Ergebnisse zu bekommen.

Der kleine Brush Pen macht es uns da einfacher. Durch seine robuste Spitze ist es einfacher, auf rauen Untergründen tolle Letterings zu kreieren.

Brush Lettering Guide

Ein Übungsblatt kann zum lernen einer neuen Schreibtechnik sehr praktisch sein. Deswegen habe ich für dich einen Brush Pen Guide erstellt. Mit diesem Lettering Guide bekommst du Vorlagen für alle Buchstaben und das sogar in zwei Versionen. Der Guide enthält eine „Druckschrift“ und eine „Schreibschrift“ mit dem Brush Pen.

Unter dem Guide kannst du dir quasi ein „Handlettering Tutorial PDF“ vorstellen. Du findest eine kurze knappe Einführung und dann ganz viele Buchstaben zum nachmalen. So lernst du besonders schnell. Das ist sogar wissenschaftlich belegt.

Brushlettering Übungsbögen zum Ausdrucken

Den Guide kannst du dir einfach herunterladen und ausdrucken. Darauf hast du dann sehr viel Platz die Buchstaben so lange zu üben, bis du sie perfekt kannst. Für diese Letterings kannst du sehr gut den Edding Brush Pen verwenden. Damit habe ich die Übungsbögen erstellt.

Nachdem du ja nun alle Tricks und Kniffe mit dem kleinen Brushpen gelernt hast, bist du weit genug, um dich an einem mittelgroßen Pinselstift zu versuchen! Wenn du das Übungsbuch mit dem Edding Brush Pen durch hast, dann bist du auch sicher genug für die ganz großen Brush Pens von Karin oder Tombow. Versprochen!

Brush Lettering Alphabet Vorlagen

Eine kleine Vorlage zum Ausdrucken und nachmachen habe ich für dich auch zusammen gestellt. So kannst du sie dir ausdrucken und an die Wand hängen oder dir immer wieder auf deinem Smartphone anschauen.

Das erweist sich oft als ganz praktisch, wenn wir die Buchstaben mal wieder vor lauter Striche nicht sehen.

Die Alphabet-Vorlage findest du in meiner kostenlosen Ressourcen Bibliothek zum direkten Download.

Lettering Challenge

Bist du jetzt Feuer und Flamme für’s Brush Lettering? Ich lade dich hiermit herzlich zu meiner kostenlosen Lettering Challenge „Scriptandpaint Challenge“ ein.

Hier bekommst du komplett kostenlos inspirierende Zitate als Vorlagen. Diese kannst du mit einem großen Brushpen ganz einfach nachmalen und damit deine Fingerfertigkeit üben.

Die Lettering Challenge kommt 5 Tage lang kostenlos in dein Postfach. Du kannst die Vorlagen einfach herunterladen und ausdrucken.

Weitere Beiträge zur Reihe »Lettering lernen«

Materialien

Ressourcen und Hilfsmittel

  • Lettering Bücher (folgt noch)
  • Digitalisierung & Bearbeitung (folgt noch)
  • Lettering Workshops (vor Ort) (folgt noch)
  • Lettering Onlinekurse (folgt noch)

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