Die Nass in Nass Technik bei der Aquarellmalerei

Anja zeigt dir in diesem Beitrag, wie sie die Nass in Nass Technik für ihre Aquarelle nutzt:

Heute zeige ich dir, wie du ein Portrait und eine Landschaft mit der Nass in Nass Aquarelltechnik malst :)

Es gibt viele verschiedene Techniken bei der Aquarellmalerei.

Jeder Kunstliebhaber findet früher oder später seinen eigenen Weg. Ich werde zu allererst auf drei Techniken eingehen.

  1. Man kann, wie gewöhnlich, mit einem „nassen” Pinsel – mit Wasser und Farbe – auf trockenem Papier malen. Diese Technik heißt Lassieren. Dabei malt man „in Schichten“ und läßt die Farbe immer wieder trocknen und setzt die nächste Schicht darüber.
  2. Eine andere Variante wäre mit dem trockenen Pinsel auf trockenem Malgrund zu malen. Das ist die „Trocken auf Trocken“ – Technik“
  3. Heute werden wir die spannenste Technik zusammen erlernen: die Nass-in-Nass Technik!
    Hier malen wir auf „nassen” (befeuchteten) Papier mit einem “nassen” Pinsel.

Wenn ihr diese drei Techniken separat beherrscht, könnt ihr später sie in unendlichen Variationen kombinieren und euren Still entwickeln.

Weil wir wunderschöne Farbverläufe machen möchten, ist es sehr wichtig das Papier vorher anzufeuchten.

Außerdem kann man auf nassen Papier unglaublich schöne Effekte erzeugen. Dies wird besonders deutlich, wenn man unterschiedliche Farben nimmt. Hier muss man natürlich darauf achten, dass die Farben miteinander gut mischbar sind. Aber das kennt ihr schon, oder?
Wenn nicht – könnt ihr euch auch erst mal die Aquarell Basics angucken und dann weiter lesen!

Worauf solltest du bei der Nass-in-Nass Technik achten?

  1. Papier: Nehmt nur richtiges Aquarellpapier. Mindestens 300 g/m2 und am besten gleich als Aquarellblock. Wenn ihr zu dünnes Papier oder einen Papierbogen nehmt, dann kann das Kunstwerk etwas komisch nachher aussehen. Das liegt dann daran, dass sich das Papier wellt.

Heutzutage gibts es Papierblöcke, die auf allen vier Seiten fixiert sind. Wenn ihr in einem Künstlerbedarf Shop seid, dann am besten die Beschreibung gut lesen!

Es gibt auch zwei unterschiedliche Arten von Aquarellpapier – raues und glattes. Für unser erstes Beispiel nehmen wir glattes, da die Portraits besser auf flachen Grund zu malen sind. Für unser zweites Beispiel nehmen wir raues, um die Unterschiede zwischen den Papierarten zu sehen. Aber Landschaften sind auch auf matten Papier sehr gut umsetzbar.

  1. Gute Aquarellpinsel: Am besten aus Rotmarderhaar mit einer schönen Spitze. Je größere der Pinsel ist, desto mehr Wasser kann er halten. In der Nass-in-Nass-Aquarellmalerei müßen wir schnell sein, um den Pinsel beziehungsweise das Papier anzufeuchten.

Ich empfehle mindestens zwei gute Pinsel zu haben. Und wenn es nur zwei sein sollen – nehmen wir lieber runde mit der Gr. 8 oder 10. Später kannst du einfach weitere Größen und Formen kaufen (zum Beispiel große flache synthetische Pinsel. Diese empfehle ich besonders für die Nass in Nass Technik).

Ich empfehle auch, wenn möglich, in einem guten Künstlerbedarf Geschäfts die Pinsel selbst zu testen mit Wasser – ob der Griff bequem ist und die Linien so werden, wie geplant. Passt auf die Spitze auf – sie soll sich sehr lange Zeit beim Malen der feinen Details richtig halten und nicht zersplitterten.

  1. Aquarellfarben: Es spielt keine große Rolle, ob ihr mit Aquarellfarbe aus der Tube oder Näpfchen malt. Ich rate aber auch für Testversuche die besten Materialien zu nehmen, die ihr habt. Es schützt euch vor Enttäuschungen ;)

Für die folgenden Beispiele habe ich Tritart und Schmincke-Farben  benutzt. Royal Talents  machen sehr günstige und sehr gute Aquarellfarben in Tuben, was ich gerne für Aquarellskizzen nutze (für meine größeren Ölbilder) und damit bin ich sehr zufrieden.

  1. Drinnen oder draußen malen? Hier kommen wir zum nächsten Punkt, und zwar – in geschlossenen Räumen üben – bevor ihr draußen die neue Technik ausprobiert. Das klingt vielleicht komisch, aber ich spreche aus eigener Erfahrung. Draußen trocknet alles viel schneller. Neue Techniken am besten ruhig erst mal zu Hause ausprobieren… Da hat man alles nötige zur Hand. Später könnt ihr die Landschaften auch draußen in der Nass in Nass Technik malen – was auch viel Spaß machen kann.
  2. Immer nass halten: Für die Nass in Nass Technik ist es notwendig das Papier ständig nass zu halten und es gibt zwei Möglichkeiten, die ich dafür nutze. Erstens – mit einem großen weichen Pinsel das Papier anfeuchten. Aber passt auf – einige Farben können sich ablösen und mit anderen Farben mischen. Manchmal ist das genau richtig, manchmal führt es aber auch zu unerwünschten Ergebnissen.

Die zweite Möglichkeit ist das Papier mit einer kleinen Wasser-Sprühflasche nass zu halten und es nicht zu berühren. Ich habe meine immer dabei.

Nun kommen wir zum Schritt für Schritt Plan – dein erstes Nass in Nass Bild!

Einige bezeichnen die Nass-in-Nass Technik als die schwierigste Technik der Aquarellmalerei. Ich denke, dass alles schwierig erscheint, was wir nicht kennen. Deswegen üben wir gleich zusammen!

Ich zeige euch die Technik mit einem Frauenportrait. Ihr könnt aber auch ein eigenes Motiv wählen. Die Vorgehensweise ist die selbe. Ihr könnt die Schritte auf jedes beliebige Motiv anwenden.

Ihr könnt euch auch noch ein Foto zur Hilfe nehmen, falls ihr nicht abstrakt malen wollt.

Hier möchte ich es sehr bunt treiben. Wenn ihr was anderes möchtet, passt am besten eure Farbpalette entsprechend an…

Meine Farbpalette:

  • Kadmium Rot
  • Magenta
  • Mauve (Violett)
  • Ultramarin
  • Grau
  • Caput Mortuum (Indisch Rot)

Und noch schwarze Liner Pinsel oder Stifte: Gr. 1 oder 2

Vorbereitung: Ich arbeite gerne mit einer Skizze, um einen groben Anhaltspunkt zu haben. Du kannst das aber auch weglassen.

Schritt 1

  1. Wenn die Skizze fertig ist, feuchten wir das Gesicht (außer Lippen und Augen) an – bitte auf die Konturen aufpassen. Die Farbe wird genau dort verlaufen. Wenn ihr ein Fehler gemacht habt, einfach mit dem Papiertuch abtrocknen und weiter arbeiten. Das Papier muss so feucht sein, dass es glänzt. Es dürfen aber keine Wasserflecken zu sehen sein.
  2. Wir nehmen ganz wenig Rot und malen schnell und flächig das Gesicht. Natürlich auf Licht und Schatten aufpassen. Etwas mehr Farbe kommt auf die Nase und Wangen.
  3. Jetzt waschen wir den Pinsel mit dem Wasser gut aus. (Das machen wir bei jedem Farbwechsel). Anschließend nehmen wir Ultramarin – aber nicht viel – für die Schattenpartie auf den Wangen, dem Kinn und den Hals.
  4. Während das Gesicht trocknet, arbeite ich an dem Hut. Wir feuchten die Konturen an (aufpassen und nicht zu nah an das Gesicht kommen), nehmen Magenta für eine Seite und Violett für die andere. Wir sehen, wie die Farben sich mischen, und lassen es trocknen.
  5. Inzwischen nehmen wir ein dunkleres Rot (zum Beispiel indisch Rot) und malen sehr vorsichtig die Augen an. Die Fehler dort sind sehr schwer zu korrigieren.
  6. Jetzt feuchten wir die Lippen an. Achte darauf, dass die Lippen nur an einigen Stellen eine scharfe Kontur haben. Ansonsten sind alle Übergänge sehr weich. Wir nehmen etwas Rot und malen die obere Lippe. Dann malen wir die untere Lippe.
  7. Nun bekommt auch der Stein an dem Ohrring Magenta. Wir denken auch an die Reflexion, die normlaerweise ein runder Stein hat. Deshalb lassen wir eine Stelle weiß.
  8. Nun feuchten wir das Haar an. Wir nehmen etwas Grau und arbeiten in kurzen Strichen, um die Wellen zu zeigen. Ebenfalls benutzen wir etwas Rot für die Haare, um das Porträt etwas interessanter zu machen.
  9. Wir feuchten die Linie zwischen den Lippen ein (wenn die Lippen schon trocken sind), nehmen ein dunkleres Rot mit nicht allzu nassen Pinsel und malen den dunkelsten Teil des Mundes.
  10. Wenn du möchtest kannst du noch ein paar Farbflecken in Rot und Violett vom Pinsel fallen lassen für den Hintergrund. Anschließend lassen wir das Porträt für ca. eine gute Stunde trocknen.

Schritt 2

  1. Jetzt feuchten wir die Augenpartie an (obere und untere Augenfalten und bis zur Nase). Nun nehmen wir ganz wenig Grau, arbeiten Schatten ein und lassen das Bild trocknen.
  2. Mit dem Liner Gr. 1 deute ich die Augenbrauen und Wimpern an. Weniger ist mehr! Wenn es nötig wird, können wir später weitere Striche ziehen.
  3. Jetzt feuchten wir den Hals und die Brust an. Mit Grau legen wir grob paar Schatten (am besten anatomisch korrekt – deswegen ist es so praktisch ein gutes Referenzfoto immer dabei zu haben).
  4. Ohne den Pinsel abzuwaschen, nehmen wir mehr Grau und arbeiten die Haare fertig aus.
  5. Wenn eure Farbverläufe des Huts euch nicht gefallen, könnt ihr einfach den ganzen Hut anfeuchten und mit Grau bemalen. Auf dem Bild seht ihr, wie der Hut auf meinem Bild glänzt (weil es nass ist).
  6. Weil es noch nass ist, lege ich eine Frischhaltefolie drauf, um die schönen Muster zu erzeugen. Das könnt ihr auch mal ausprobieren. Jetzt berühren wir das Bild eine weitere halbe Stunde nicht.

Schritt 3

  1. Nun arbeiten wir an den Perlen. Erstmal starten wir mit der Kontur der Halskette und des Ohrringes mit einem Liner Gr. 2. Anschließend kommt die Farbe. Klar, die Perlen sind weiß, aber an dem Hut haben wir viel Farbe. Und für das Gesamtbild können wir durch ein bisschen Farbe bei den Perlen mehr Ausgewogenheit schaffen. In den Perlen können wir mit Magenta und Violett malen.
  2. Mit Grau und Magenta kannst du noch ein paar Flecken auf der linken und rechten Seite des Bildes verteilen. Und herzlichen Glückwunsch! Euer Nass-in-Nass Bild ist fertig!

Es ist sehr schwer die weißen Stellen zu behalten. Daher könnt ihr einen Masking Fluid Marker kaufen. Als ich selbst mit dem Aquarellieren angefangen habe, habe ich meinen Marker sehr oft benutzt.

Landschaft malen mit der Nass in Nass Technik

In diesem Beispiel malen wir eine Landschaft mit teilweise abstrakten Zügen. Als ich mit der Nass-in-Nass Technik anfing, habe ich eine gute Beschreibung für diese Technik gehört: „Wer das Wasser beherrschen kann, kann Nass-in-Nass malen“.

Ich empfehle, wie zuvor eine Farbpalette auszuwählen, wo alle Farben miteinander schön mischbar sind. So habt ihr weniger Problem damit, wo und wann, welche Farbe kommen soll, sodass kein dreckiges Grau rauskommt. Die Farbpalette könnt ihr auf einem separaten Papierblatt ausprobieren. Meine Palette für dieses Bild ist die folgende:

  • Zitronengelb
  • Magenta
  • Ultramarin feinst
  • Kobaltcoelin
  • Olivgrün gelblich

Ich habe drei Pinsel benutzt:

  1. Einen flachen breiten mit Kunsthaar Nr. 3/4 – „Aquafine Daler Rowney Short Flat“
  2. Einen runden Kolinsky Rotmader Nr. 12 von da Vinci
  3. Einen runden Kolinsky Rotmader Nr. 10 von da Vinci

Papier: 30 x 40 cm raues Aquarellpapier mindestens 300 g/m2

Ich habe noch eine Packung mit Taschentüchern verwendet, eine kleine Wasser-Sprühflasche, eine Frischhaltefolie und einen Verband. Mein Verband habe ich aus einem alten Erstehilfekasten genommen.

Schritt für Schritt eine Landschaft malen mit der Nass in Nass Technik

Erst mal machen wir eine kleine grobe Skizze, um unser Motiv anzudeuten und zu gucken, ob unsere Licht- und Schattenkombination zu einem guten Ergebnis führt. Wenn nötig, korrigieren wir.

Wenn wir mit der Skizze zufrieden sind, feuchten wir das Papier an. Lassen aber ungefähr 10 % davon trocken. Es wird am Ende auch schön wirken, wenn wir einige Stellen weiß haben. Es ist gut, wenn das Papier glänzt, nachdem es das Wasser aufgesaugt hat. Wenn zu viel Wasser auf dem Papier ist, könnt ihr den Überschuss mit einem Taschentuch abtupfen.
Jetzt nehmen wir etwas gelbe Farbe mit dem runden Pinsel Gr. 12 und malen die erste Schicht. Hier und da geben wir dem Papier etwas Farbe – jetzt ist Präzision nicht so wichtig. Wir arbeiten bei der Aquarellmalerei von hellen zu dunklen Stellen (im Gegensatz zur Pastellmalerei).

Wir waschen den Pinsel gut in dem Becher aus und nehmen die Magenta Farbe hinzu. Wieder malen wir sehr grob erst mal. Aber lassen einige Stellen noch ganz weiß.

Wenn das Papier zu trocken ist, feuchten wir es wieder mit dem flachen Pinsel an. Wir nehmen etwas Kobaltcoelin mit demselben Pinsel und fangen die dunklen Stellen an zu bearbeiten.

Seht ihr, wie sich Blau und Gelb vermischt und eine leuchtende Grünfarbe entsteht? Wenn man Kobalt mit Magenta mischt, bekommen wir Violett.

Nachdem wir den Pinsel gereinigt haben, nehmen wir einen Verband. Wir reißen es längst und quer, sodass viele Fäden rauskommen und die Unregelmäßigkeiten an der Struktur des Verbands zu sehen sind. Dann legen wir es auf die untere Hälfte des Bildes. Wir passen auf die weißen Stellen im Bild auf und versuchen diese nicht zu bemalen. Wenn die Position des Verbandes gut erscheint, nehmen wir die kleine Wasser-Sprühflasche und feuchten den Verband gut an.

Passt sehr gut darauf auf, dass der Verband auf der Stelle bleibt. Ich fixiere ihn mit meiner linken Hand und manchmal lege ich etwas Sauberes und Trockenes (wie zum Beispiel eine Glasdose) darauf. Und nun arbeiten wir weiter.

Wir nehmen die grüne Farbe – Olivgrün – und bemalen den Verband sehr gut an. Am Ende kann man die Farbe zu Ultramarin wechseln (ein bisschen in der Mitte). Hier müssen wir immer wieder zur Farbe greifen, weil der Verband selbst sehr viel Farbe aufnimmt. Und unser Ziel ist eine schöne Struktur auf dem Bild zu erzeugen. Passt sehr gut auf, dass der Verband auf der Stelle bleibt bis alles komplett getrocknet ist.

Ich habe jetzt zwei kleine Stücken Frischhaltefolie genommen. Eins habe ich auf die obere linke Ecke und das zweite Stück auf die obere rechte Ecke gelegt. Jetzt lassen wir unser Kunstwerk komplett trocknen. In der Regel trocknet die Farbe unter der Frischhaltefolie schneller, als unter dem Verband.

Wenn alles trocken ist, können wir sowohl den Verband als auch die Frischhaltefolie entfernen. Oben am Bild formen wir die Berge. Wir nehmen den Verband und ziehen mehr Nähte heraus – es werden sehr schöne Streifen entstehen – und wir tragen die Farben auf. Wir legen den Verband auf die linke Seite und bemalen es mit Ultramarin. Erst mal aber feuchten wir den Verband an!

Dafür nutzen wir runde Pinsel der Nr. 10 ungefähr. Vorsichtig arbeiten wir weiter. Wenn ihr Sorge habt, dass ihr den Verband berührt, lasst ihn am besten trocknen und macht eine halbe Stunde Pause.

Jetzt nehmen wir noch mehr Verband und formen die hellen Berge. Ich habe einen getrockneten Verband nochmal benutzt (deswegen sieht es etwas grün aus ;) ), anders geformt und mit der kelinen Wasser-Sprühflasche etwas befeuchtet. Hier kommt die gelbe Farbe und zum Schluss bemalen wir den Verband auf der rechten Seite mit Magenta.

Unten lassen wir das Laub wachsen. Stellt euch vor, wie ihr zum Fluss geht und die Bäume dort wachsen. Wir feuchten das Papier etwas an und arbeiten mit den runden Pinsel Nr. 12. blaue und grüne Farbe kommen jetzt auf das Bild. Wir waschen den Pinsel gut aus und geben Magenta sehr grob hier und da hinzu. Jetzt ist das Bild wieder komplett nass. Wir legen ein großes Stück Frischhaltefolie auf die untere Seite des Bildes.

Wenn wir alle Materialien vom Bild entfernt haben, können wir die Spitzen der Berge vorsichtig mit einem kleinen runden Pinsel definieren. Jetzt feuchten wir das Papier nicht an, weil die Spitzen der Berge ziemlich scharf sind. Wir nehmen etwas Ultramarinblau und malen die Berge auf die linke Seite. Danach ziehen wir den Pinsel mit der restliche blauen Farbe und formen die Berge in der Mitte und ganz rechts. Wir feuchten den Pinsel, nehmen Magenta ohne den Pinsel richtig abzuwaschen und geben etwas mehr Farbe auf unsere Berge.

Nun gibt es die Möglichkeit noch ein kleines Stück der Frischhaltefolie auf die untere Seite des Bildes zu legen. Ich schaue, ob das Bild noch nass ist und feuchte es etwas an, aber nicht nur mit dem nassen Pinsel, sondern nehme auch etwas Magenta auf und zum Schluss kommt etwas blaue Farbe unten auf das Bild. Jetzt können wir uns eine Pause gönnen :)

Ist es trocken? Dann nehmen wir die Verbände und die Frischhaltefolie Stück für Stück ab und schauen, was wir noch verbessern könnten.
Mit Ultramarin und Magenta malen wir wieder Berge. Wir nehmen ein kleines Verbandstück, legen es unten links und bemalen es mit Ultramarin.
Wenn das Papier zu trocken erscheint, dann feuchten wir die rechte obere Seite des Bildes an, geben etwas Magenta hinzu und legen die Frischhaltefolie darauf. Mit den Fingern können wir eine leichten Sonnenschein formen.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr später die Sonne in Zitronengelb stärker definieren. Und natürlich als letztes kommt der finale Strich auf das Bild – eure Unterschrift!


BILD M

Deine Nass in Nass Landschaft ist fertig!

Herzlichen Glückwunsch, wir haben es geschafft!

Jetzt könnt ihr auch weitere Bilder mit verschiedenen Motiven in der Nass-in-Nass Technik malen. Habt viel Spaß beim Experementieren. Ich empfehle mit abstrakter Blumen und Landschaften anzufangen, weil man da keine große Ähnlichkeit zeigen muss. Später kommen mehr realistische Motive, wie Stillleben. Noch später – Tiere und Menschen. Wenn euch ein Motiv nicht gelingen sollte, gibt es keinen Grund zu denken, dass ihr die Nass-in-Nass Technik nicht beherrscht! Ihr könnt entweder das Objekt von allen Seiten studieren und das alles als eine Herausforderung sehen, oder ein anderes Objekt wählen. Wenn ihr, zum Beispiel, menschliche Porträts malen möchtet und es noch nicht klappt, zeichnet erst mal mit dem Stift die Porträts und malt abstrakte Landschaften mit Aquarelle. Später könnt ihr das auch kombinieren und abstrakte Porträts malen. Es gibt wirklich keine Grenzen in der Malerei. Es gibt kein richtig und falsch.

Übung macht den Meister!

Anja hat auch einen Onlinekurs, in dem sie euch noch viel genauer zeigt, wie sie ihre Aquarellkunst macht. Lerne mit ihr gemeinsam in ihrem Kurs!

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