Malzeit Aquarellpapier | Ideales Konzept-Papier


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Durch Zufall bin ich an der Aquarellpapier von MalZeit gekommen. Die Marke MalZeit habe ich bisher nur im Zusammenhang mit restauratorischen Arbeiten kennengelernt, was aber vermutlich auch nur daran liegt, dass ich viele Restauratoren kenne.

Das Aquarellpapier in A4 kommt in einem einseitig geleimten Block mit 10 Blatt. Der Kartonrücken ist ausgesprochen dick und recht stabil.

Videorezension

Das Malzeit Aquarellpapier im Test

Ich habe das Malzeit Aquarellpapier mit mehreren Aquarelltechniken ausprobiert. Die Ergebnisse waren überraschend gut. Für den Preis (ca. 5€ pro Block) hätte ich weniger gute Qualität erwartet.

Oberfläche und Verhalten vom Malzeit Aquarellpapier

Oberfläche

Die Oberfläche des Malzeit Aquarellpapiers ist leicht rau und kaum strukturiert. Es eignet sich so hervorragend für detaillierte Vorskizzen mit dem Bleistift und der Arbeit mit Tuschestiften.
Da die Oberfläche nicht komplett faserfrei ist, könnte es bei der Arbeit mit Tusche und Feder zu ausreissenden Fasern kommen. Das kann ich aber nur vermuten, da ich es nicht probiert habe. (Wenn du damit Erfahrung hast, dann teil es mir doch bitte in den Kommentaren mit!)
Sehr kleinteilige Skizzen mit dem Bleistift sind mitunter etwas schwierig, da das Papier doch so rau ist, dass der Stift nicht wirklich lange spitz bleibt. Für grobe Umrisse eignet sich ein HB-Bleistift aber sehr gut.

Verhalten

Durch die etwas raue, offene Oberfläche nimmt das Papier ordentlich Wasser auf. Da der Block nur einseitig geleimt ist, besteht die Gefahr, dass das Papier wellen schlägt. Wer das verhindern möchte, sollte daher nicht im Block zeichnen, sondern sich das Papier vorher mit einem Nassklebeband auf eine feste Unterlage kleben.

Bei relativ trockenen Aquarellarbeiten im Block, wie bei der kleinteiligen Illustration, wird das Papier nur geringfügig wellig. Das Papier lässt sich auch leicht wieder glätten, indem man es im feuchten Zustand beschwert. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass die Pigmente schon im Papier haften und nicht mehr verwischt werden können. Alternativ ist natürlich auch die nachträgliche Glättung möglich. Das Papier nimmt sehr schön immer wieder Wasser auf.

Durch die mechanische Beanspruchung mehrerer recht trockener Farbaufträge wird die Oberfläche des Malzeit Aquarellpapiers allerdings schnell noch etwas rauer. Die einzelnen Fasern stellen sich ein wenig auf. Man kann zwar immer noch wie gewohnt sehr präzise mit Aquarell und Tusche arbeiten, aber durch die aufgestellten Fasern wirkt das Bild allgemein etwas unruhiger und unpräzise.

Malzeit Aquarellpapier mit Aquarellstiften

Der Farbauftrag bei Aquarellstiften erfolgt zunächst auf dem trockenen Papier um dann später mit einem wassergetränkten Pinsel die aufgetragenen Farbpigmente zu verteilen. Diese Art der Farbverteilung ist sehr nützlich, wenn man sich spontan nur wenige Farbnuancen festhalten möchte, ohne direkt mit Wasser zu arbeiten. Das eignet sich zum Beispiel sehr gut auf Reisen, wenn man die Stifte dabei hat, den Block aber schnell wieder zuklappen möchte.
Welche Aquarellstifte man im Zusammenhang mit dem Malzeit Aquarellpapier jetzt bevorzugt, kommt auf den eigenen Geschmack im Bezug auf die Farbigkeit an.

Faber Castell Art Grip Aquarelle Stifte

Die Aquarellstifte „Art Grip Aquarelle*“ von Faber Castell haben eine recht feste Mine. Dennoch haben sie auf dem Malzeit Aquarellpapier einen sehr guten Farbauftrag. Die einzelnen Striche lassen sich auf dem Malzeit Aquarellpapier auch einwandfrei wieder verwischen. Bei anderen Papieren hatte ich da in Kombination mit den Faber Castells schon Schwierigkeiten.

Staedtler Ergo Soft Aquarell Stifte

Genauso wie die „Art Grip Aquarelle“ lassen sich auch die Staedtler sehr gut auftragen. Da ihre Mine weicher ist als die von den Faber Castell, ist der Farbauftrag bei gleichem Druck intensiver. Es lösen sich leichter mehr Pigmente und das Ergebnis wirkt schneller kräftiger und gesättigter. Auch sie lassen sich rückstandsfrei mit Wasser verwischen.

Malzeit Aquarellpapier mit Aquarellkasten

Zum Umgang mit Aquarellkästen generell muss ich hier ja keinem was erzählen. Daher gleich zu den Erfahrungen mit zwei Exemplaren:

Schmincke Akademie Aquarellkasten

Die Farben des Schmincke Akademie Aquarellkastens lassen sich wunderbar auftragen und verarbeiten. Verläufe sind einfach möglich und die Trocknungszeit hat sich in Grenzen, sodass man recht zügig arbeiten kann, wenn man nicht zu viel Wasser benutzt (was ich bei dem dünnen Papier ohnehin nicht empfehlen würde).

Koh-I-Noor Aquarellkasten

Der Koh-I-Noor Aquarellkasten lässt sich prinzipiell genauso gut verarbeiten wie der Schmincke Kasten. Durch die andere Bindung der Pigmente sind die Ergebnisse sehr matt, was durch die raue Papieroberfläche noch verstärkt wird. Sind die Farben einmal angetrocknet, lassen sie sich nur schwer wieder lösen und zu Verläufen verarbeiten. Bei dem von mir favorisierten Verwendungszweck des Papiers ist das aber auch nicht nötig.

Checkliste

Hersteller & Name Einband Malzeit
Bindung Einseitig geleimt
Vegan
Grammatur 210g/qm
Seitenzahl / Gebinde 10 Blatt
Oberflächenbehandlung gepresst
Material Aquarellpapier
Farbe weiss
Maße DIN A4 ca 0,7cm hoch.

Kombinationen:

Bleistift: Ein herkömmlicher HB Bleistift hat einen guten Abrieb, allerdings wird die Spitze schnell stumpf geschmirgelt.
Faber Castell Ecco Pigment 0,1*: Linien bluten nicht aus und sind sehr sauber und kräftig.
Koh-I-Noor Calligraphy Markers*: Die Marker haben einen satten, sauberen Strich auf dem Aquarellpapier von Malzeit. Allerdings sind sie nicht wasserfest, sollten also erst zum Schluss verwendet werden!
Schmincke Akademie Aquarellkasten*: Die Farben sind kräftig und leicht zu platzieren.
Koh I Noor Aquarellkasten*: Kräftige, matte Farben, die nach dem Trocknen minimal heller erscheinen.
Faber Castell Aquarell-Stifte*: Die Stifte lassen sich super auftragen und vermalen. Sie eigenen sich besonders für hellere Arbeiten.
Staedtler Aquarell-Stifte*: Die Stifte lassen sich sehr gut auftragen und verarbeiten. Durch den kräftigen Farbauftrag wirken die Farben schnell sehr kräftig und farbintensiv.

Fazit zum Malzeit Aquarellpapier

Das Malzeit Aquarellpapier eignet sich sehr gut für erste Ideen, Entwürfe und schnelle Arbeiten, da die Farben flott trocknen. Bei großflächigen Arbeiten mit geringerem Detailgrad ist das Papier auch sehr gut geeignet. Es verzeiht einen falschen Farbauftrag recht gut, da die Farben sich im feuchten Zustand noch gut bearbeiten bzw. entfernen lassen. Für das Testen von Farbstimmungen und Vorvisualisieren benutze ich das Papier sehr gerne.
Für sehr nasse Aquarellarbeiten würde ich das Papier tendenziell eher nicht empfehlen, da es mit seinen 210g/qm doch recht dünn besaitet ist und man viel Zeit ins Glätten investieren müsste.
Es ist für mich das ideale Papier für Ideen, Entwürfe oder für den Einstieg in das Medium Aquarell. Für Konzepte ist es für mich bei dem Preis und der Handhabung wirklich mein Must Have.

Ich hoffe, dieser Bericht war für dich hilfreich. Hast du andere Papiere, die du gut findest? Schreib es doch in die Kommentare!
Alles Liebe,

Ich finde den Block übrigens so überzeugend, dass ich mich selbst inzwischen mit dem Händler meines Vertrauens in Verbindung gesetzt habe und den Block nun selbst über Amazon verkaufe. Wenn du mich unterstützen möchtest, dann würde ich mich über einen Kauf über diesen Link sehr freuen : D


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5 Idee über “Malzeit Aquarellpapier | Ideales Konzept-Papier

  1. MiraBlack sagt:

    toller Testbericht, aufschlussreich und informativ ^^

    ich selbst benutze derzeit das Daler Rowney Aqaufine texture mit einer stärke von 300g/m² es ist cold pressed und hat eine leichte Struktur. Ich mag das Papier inzwischen sehr auch wenn es am Anfang etwas Übung bedarf (gerade wenn man das Zeichnen auf glatten Papier gewohnt ist)

    • Julia Faßhauer sagt:

      Hey Mira,
      300g/qm sind ja schon echt eine Hausnummer :D Ich liebe so dickes Papier, aber es ist echt zu Schade um nur mal was auszuprobieren… ^^
      LG
      Julia

      • MiraBlack sagt:

        da hast du vollkommen recht ^^ wobei ich das Papier mal sehr günstig bei TK Maxx bekommen habe (ja, die haben nicht nur Klamotten X’D) es war der 50 Blatt Block für gerade mal 9,99€, da hab ich mir dann direkt 2 genommen also solltest du einen TK Maxx in deiner Nähe haben lohnt sich da durchaus mal ein Blick rein, die haben öfters tolle Schnäppchen und auch ProMarker konnte ich dort schon Richtig Preiswert erwerben aber in der Regel nutze ich für Tests auch ein günstiges Aqaurellpapier von Rossmann oder Kodi X’D

        • Julia Faßhauer sagt:

          Ich glaub, sowas hab ich hier nicht… aber ich zieh ja bald um und dann hab ich auch wieder viel viel mehr Auswahl ^^

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